Industriefotografie und Film für Laempe Mössner Sinto
3D-Drucker, so groß, dass wir zum Fotografieren hineingegangen sind.
Für Laempe Mössner Sinto haben wir die neue Drucklinie in der BMW-Gießerei in Landshut fotografiert und gefilmt, bevor sie der Öffentlichkeit gezeigt wurde.
Laempe aus Barleben bei Magdeburg baut Maschinen, mit denen Gießereien ihre Sandkerne herstellen. Den neuen 3D-Drucker wollte das Unternehmen auf der Fachmesse GIFA vorstellen. Bis dahin sollte nichts davon nach außen dringen, auch nicht über unsere Bilder.
Auf einen Blick
Kunde: Laempe Mössner Sinto GmbH, Maschinenbau für Gießereien, Barleben bei Magdeburg.
Ort: BMW-Gießerei in Landshut, Niederbayern.
Anlass: Der neue 3D-Drucker von Laempe, vorgestellt auf der GIFA in Düsseldorf, später die Übergabe der Drucklinie an BMW.
Leistungen: Industriefotografie und Film für den Messestand.
Gedacht für: Messestand, Präsentationen, Website, Pressemitteilung und Fachpresse.
Eine Neuheit, die warten musste
Laempe hat seit 2016 an einem eigenen 3D-Drucker für Sandkerne gearbeitet. Daraus ist eine vollautomatische Linie für die BMW-Gießerei in Landshut geworden: Sechs Drucker bauen die Sandkerne Schicht für Schicht auf. Kernentnahme und 3D-Vermessung laufen ohne manuelle Schritte. Gegossen werden damit Bauteile für die neue Sechszylinder-Generation von BMW.
Für die Messe benötigte das Marketing Bilder und einen Film, bei dem die Besucherinnen und Besucher am Stand stehen bleiben. Das Ziel war schnell formuliert: Die Aufnahmen sollten zeigen, was diese Anlage kann.
Bis zur Messe war das Projekt vertraulich. Deshalb haben wir vorab eine Verschwiegenheitserklärung unterschrieben.
Zwei Tage in der Halle
An den Moment, als er zum ersten Mal in die Halle kam, erinnert sich Timo bis heute. Bei 3D-Druck denken viele an ein Gerät für den Schreibtisch. In Landshut stehen die Drucker in einer eigenen Halle, und man kann hineingehen. Wir waren schon am Vorabend für einen Rundgang dort. So wussten wir am nächsten Morgen, wo wir anfangen.
Am ersten Tag lief die Anlage. Um uns herum wurde an den Maschinen gearbeitet und eingestellt, denn ganz fertig war noch nicht alles. Wir haben die Motive nach den Menschen und ihrer Arbeit geplant, nicht umgekehrt.
Für den zweiten Tag war vereinbart, dass die Anlage nicht produziert. Ganz still war es trotzdem nicht: Verschiedene Gewerke arbeiteten noch an der Anlage. Wann wir in welchen Drucker konnten, haben wir mit dem Personal vor Ort abgesprochen. So entstanden Aufnahmen aus dem Inneren, die man im laufenden Betrieb so nicht zu sehen bekommt.
Fotografie und Film in einem Einsatz
Timo und Astrid haben fotografiert, Joost hat gefilmt. Vorab war abgestimmt, wer wann wo steht und wer wen unterstützt. Vor Ort haben wir Joost beim Licht geholfen und die Situationen gemeinsam besprochen, damit sie im Film und auf den Fotos gleichermaßen funktionieren. Wo es passte, haben wir parallel gearbeitet.
Für Laempe hieß das: ein Termin statt zwei, in einer Halle, in der Besuch nicht selbstverständlich ist. Und Bilder und Film, die zusammenpassen, weil sie aus denselben Szenen entstanden sind.
So haben wir es gelöst
- Verschwiegenheit von Anfang an. Erklärung für das ganze Team, Datenübergabe über das sichere System des Kunden.
- Freigabe eingeplant. Kurz nach dem Termin lag eine Vorschau aller Aufnahmen bereit, damit vor der Bearbeitung entschieden werden konnte, was gezeigt wird.
- Unauffällig retuschiert. Bildschirme haben wir unlesbar gemacht, ohne dass es nach Weichzeichner aussieht.
- Zwei Tage, zwei Blickwinkel. Erst die laufende Anlage mit den Menschen, dann, abgestimmt mit dem Personal vor Ort, das Innere der Drucker.
- Bilder für große Wände. Einzelne Motive haben wir für Messewände von sechs mal vier Metern aufbereitet.
Wo die Bilder erschienen sind
Auf der GIFA in Düsseldorf zeigte Laempe den neuen Drucker zum ersten Mal, mit unseren Bildern auf den Messewänden und unserem Film am Stand.
Die Übergabe der Drucklinie an BMW machte Laempe anderthalb Jahre später öffentlich. Verschwiegenheit hieß für uns also auch: fast zwei Jahre lang einige unserer liebsten Industriebilder nicht zeigen dürfen. Zum offiziellen Start haben wir weitere Motive aus dem Archiv aufbereitet.
Seitdem stehen die Aufnahmen auf der Startseite und den 3D-Druck-Seiten von laempe.com, in der Pressemitteilung zur Übergabe, in der Volksstimme und in der Fachpresse, etwa im Digital Manufacturing Magazin und bei Home of Foundry, meist mit dem Bildnachweis „Team Timo Lutz Industriefotografie“. Laempes 3D-Drucktechnik wurde seitdem mit dem Formnext (R)Evolution Award und dem Hugo-Junkers-Preis ausgezeichnet.
Eine Neuheit, die erst später gezeigt werden darf?
Eine neue Anlage, dazu vielleicht ein Film für die Messe: Erzähle uns, was du vorhast. Im Gespräch klären wir Motive, Termine, Freigaben und was vorab zu organisieren ist.
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