Use Case STULZ

Industriefotografie für STULZ in Hamburg

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BRANCHE
Maschinenbau
Servicetechnikerin mit Werkzeugkoffer vor einem Servicefahrzeug von STULZ

Zwei Tage, zwei Besetzungen: am Freitag die eigenen Leute im laufenden Betrieb, am Samstag fünf gebuchte Modelle im leeren Werk. Klimatechnik, Hamburg-Schnelsen.

Auf einen Blick

Kunde und Ort: STULZ GmbH, Hamburg-Schnelsen. Präzisionsklimatisierung, also die Technik, die Rechenzentren kühl hält. Ein Hamburger Familienunternehmen, gegründet 1947, heute in über 140 Ländern tätig.

Anlass: Neues Bildmaterial für Website, Stellenanzeigen, Messen und Print.

Leistungen: Industriefotografie, Businessfotografie, Casting und Rechteklärung.

Zeitraum: Zwei Drehtage 2024, die Bilder sind weiter im Einsatz.

Detailaufnahme eines Bauteils im Werk von STULZ in Hamburg-Schnelsen
Detailaufnahme aus dem Werk in Hamburg-Schnelsen

STULZ benötigte Bilder, die länger halten als ein, zwei Jahre

Das Global Marketing von STULZ suchte einen Fotografen mit Erfahrung in der Industrie. Im eigenen Wortlaut: „Da wir ein Industrieunternehmen sind, suchen wir Fotografen, die bereits Erfahrung in diesem Bereich haben.“ Die Motivliste war lang, Zentrale, Produktion und Testcenter standen darauf, geplant waren zwei Tage.

Eine Anforderung stand von Anfang an dabei und hat am Ende alles bestimmt: Die Bilder sollten über Jahre nutzbar bleiben, in allen genannten Kanälen. Sobald Menschen im Bild sind, ist das keine Selbstverständlichkeit, sondern eine Frage der Nutzungsrechte.

Drei Mitarbeiter von STULZ stimmen sich mit einem Tablet im Hochregallager ab
Erste Station des Tages: das Hochregallager

Bevor der erste Auslöser fiel, musste die Besetzung stehen

Für einen Teil der Motive konnten eigene Kolleginnen und Kollegen vor die Kamera. Für den anderen Teil nicht, und dann kommen Modelle ins Spiel. Was viele unterschätzen: Bei gebuchten Modellen zahlt man nicht nur den Tag, sondern auch, wofür und wie lange die Bilder genutzt werden dürfen. Ein Jahr Print und Web ist etwas anderes als fünf Jahre, und fünf Jahre sind etwas anderes als unbefristet.

Astrid hat drei Agenturen angefragt und deren Vorschläge vergleichbar gemacht: Wer passt zu den Rollen, die wir besetzen müssen, wer ist an einem Samstag verfügbar, wer bringt Erfahrung mit Industriekulissen mit, und welche Nutzungsrechte im Preis enthalten sind. Ein Model, das vor einer Maschine souverän aussieht, ist eine andere Besetzung als eines, das nur den Blick in die Kamera beherrscht.

Die Agentur, die den Zuschlag bekam, hat sauber gearbeitet. Die Konditionen standen vorab schriftlich fest, Mehraufwand wäre halbstundengenau abgerechnet worden statt auf volle Stunden aufgerundet, und die fünf Modelle kamen vorbereitet: mit eigener Kleidung zur Auswahl, fertigem Styling und in einem Fall mit dem Barttrimmer im Gepäck.

Gebucht wurde am Ende ein Buyout ohne zeitliche und ohne räumliche Begrenzung, Messeplakate und Personalgewinnung ausdrücklich eingeschlossen. Das kostet mehr als eine Laufzeit über fünf Jahre und war die Entscheidung, auf die es bei diesem Projekt ankam.

Drei Personen gehen durch das helle Foyer von STULZ mit der geschwungenen Treppe
Foyer, zweiter Tag

Freitagmorgen, halb acht

Am Donnerstag davor standen wir noch bei einer Fotoproduktion in Zarrentin am Schaalsee. Abends die Fahrt Richtung Hamburg, Hotel, kurze Nacht. Am Freitag um halb acht entstand das erste Bild, im Hochregallager.

Wir waren bewusst früher da als alle anderen: Technik aufgebaut, Wege abgelaufen, Reihenfolge im Kopf. Wenn an so einem Tag ein Dutzend Motive und ein Dutzend Menschen aufeinandertreffen, entscheidet sich vorher, ob es ruhig bleibt.

Mitarbeiter montiert Elektronik an einem Klimagerät in der E-Fertigung von STULZ
In der E-Fertigung, kurz nach acht

Wie so ein Tag abläuft

Das Making-of ist an den beiden Drehtagen entstanden, zwischen Aufbau, Umbau und der nächsten Station. Es zeigt in einer halben Minute, wie viel Technik hinter einem einzigen Motiv steht.

Neben der Kamera war an beiden Tagen eine Assistenz dabei: Licht setzen, Stative umsetzen und die Aufnahmen am Tablet prüfen, damit vor Ort schon feststeht, dass ein Motiv sitzt. Geblitzt wird mit Akku, dadurch liegt kein Kabel im Weg und niemand muss den Betrieb für uns anhalten.

Auf den fertigen Bildern sieht man von dieser Arbeit nichts mehr. Das ist der Sinn der Sache.

Monteur arbeitet an einer Anlage in der Fertigung von STULZ in Hamburg
Freitag: laufende Fertigung, kurz nach neun
Servicekraft erklärt die Technik in einem geöffneten Schaltschrank bei STULZ
Samstag: gestellte Szene im leeren Haus

Vom Hochregallager bis in den Showroom

Am Freitag lief die Produktion normal weiter. Die Stationen führten vom Hochregallager in die E-Fertigung, weiter in die Rohrvorfertigung und die Chillerhalle, nachmittags in die Besprechungsräume und den Showroom. Hartlöten, Montage am Gerät, die Runde vor dem Planungsboard, das Kundengespräch über den Plänen.

Vereinbart war, die Mitarbeitenden konzentriert bei der Arbeit zu zeigen. Von jeder Szene entstand zusätzlich eine Variante mit Blick in die Kamera, damit dasselbe Motiv später auch in einer Stellenanzeige funktioniert.

Mitarbeiter mit Schutzbrille lötet eine Kupferleitung in der Rohrvorfertigung von STULZ
Hartlöten in der Rohrvorfertigung
Drei Mitarbeitende von STULZ besprechen sich vor einem Planungsboard mit Haftnotizen
Vor dem Planungsboard in der Fertigung
Drei Personen im Gespräch während einer Besprechung bei STULZ in Hamburg
Besprechung im Obergeschoss
Vier Personen stehen im Konferenzraum von STULZ über großformatigen Plänen
Kundengespräch im Konferenzraum

Samstag, das ganze Werk für uns

Am Samstag gehörte uns das Haus. Keine laufende Fertigung, auf die Rücksicht zu nehmen wäre, keine Anlage, die ausgerechnet jetzt nicht stillstehen darf. Nur der Zeitplan ließ wenig Spielraum: Die Modelle kamen nacheinander, zwei um neun, eines um halb zwölf, zwei um halb zwei, jeweils für einen halben Tag.

Kurz nach halb zehn stand das erste Bild, die Servicetechnikerin am Fahrzeug, ganz oben auf dieser Seite. Wenn alles vorbereitet, aufgebaut und durchdacht ist und das erste Motiv dann sitzt, ist das jedes Mal ein guter Moment. Danach lief es Station für Station: Während die eine Besetzung noch an der Anlage stand, zog die nächste im Nebenraum schon die Arbeitskleidung an, die STULZ gestellt hatte.

Damit dabei nichts entsteht, das ein Fachmann später mit hochgezogener Augenbraue ansieht, stand an jeder Station jemand aus dem Haus daneben. Ein Model führt eine Bewegung sauber aus, aber ob der Griff an der richtigen Stelle sitzt und das Werkzeug dorthin gehört, wissen nur die Leute, die jeden Tag damit arbeiten. Sie haben jede Szene abgenommen, bevor wir sie fotografiert haben.

Am meisten Zeit hat das Testcenter gekostet. Die Wände dort bestehen fast vollständig aus Edelstahl, und Edelstahl gibt jedes Licht zurück, das man hineinstellt. Bis die Anlage plastisch wirkte und die Wand nicht mehr blendete, war ein guter Teil des Nachmittags vergangen.

Diese zweite Besetzung ist der Grund für Motive, die im Alltag nie entstehen: das Foyer mit genau zwei Personen darin, das Testcenter ohne Publikum, der freie Blick über die Schreibtische. An einem normalen Dienstag ist so ein Bild nicht zu haben.

Servicekraft in Arbeitskleidung vor einem geöffneten Schaltschrank bei STULZ
Samstag, erste Schicht
Zwei Personen mit Tablet vor einer großen Klimaanlage im Testcenter von STULZ
Im Testcenter, am zweiten Tag
Mann sitzt auf den Stufen vor der Eingangswand von STULZ und schaut auf sein Smartphone
Am Eingang
Mitarbeiterin mit Tablet an der geschwungenen Treppe im Neubau von STULZ
An der Treppe
Zwei Personen im Gespräch am Ausstellungsstück zum Thema Liquid Cooling bei STULZ
Ausstellungsfläche

So haben wir es gelöst

  • Jeder der beiden Tage hatte eine eigene Aufgabe. Der Betriebstag liefert echte Arbeit und echte Gesichter, der leere Samstag die Motive, für die im Alltag niemand Platz macht. Zusammen ergibt das einen Bilderpool, der das ganze Unternehmen zeigt, statt zweimal denselben Ausschnitt.
  • Casting und Nutzungsrechte mit übernommen. Drei Agenturen angefragt, die Vorschläge nach Typ, Erfahrung und Verfügbarkeit sortiert und danach erst über Geld gesprochen. Was gebucht wurde, passte zu den Rollen und deckte die Nutzung ab, die STULZ tatsächlich benötigt.
  • Ablaufplan mit Uhrzeiten. Den Plan hat das Marketing gebaut, wir haben die Zeitschätzungen je Motiv geliefert und die Startzeiten der Modelle daran ausgerichtet. So wartete niemand, und die gebuchte Zeit lief nicht ins Leere.
  • Geliefert wurde nach Dringlichkeit. Zuerst kam die Rohdatenauswahl zum Markieren, dann die eiligen Motive, danach alles Weitere. Prioritäten und Anmerkungen konnte das Marketing direkt in der Onlinegalerie hinterlassen, ohne den Umweg über lange Mails.

Was daraus geworden ist

Aus zwei Tagen wurden rund 90 bearbeitete Motive, deutlich mehr als ursprünglich geplant. Die Auswahl lief über die Onlinegalerie, in der die Kolleginnen und Kollegen ihre Favoriten markiert und kommentiert haben. Aus den Fachabteilungen kamen Wünsche dazu, drei Motive haben wir nachträglich vorgezogen: das Foyer, die Eingangswand, die Ladesäule.

Zwei Jahre später standen Motive aus der Produktion großformatig auf einer Messewand, als STULZ auf einer Lehrstellenbörse um Nachwuchs warb. Messeplakate und Personalgewinnung waren im Buyout ausdrücklich eingeschlossen, eine zeitliche Grenze gab es nicht. Niemand musste also nachsehen, ob das noch gedeckt ist.

Zwei Personen betrachten im Foyer von STULZ gemeinsam eine Broschüre
Im Foyer
Zwei Personen vor der Betonwand mit dem Schriftzug STULZ WELCOME am Eingang
Eingangsbereich, Hamburg-Schnelsen

„Die Bilder sind toll geworden! Wir werden sie sicher gut gebrauchen können.“

Global Marketing, STULZ GmbH

Wer soll bei euch vor die Kamera?

Dann lass uns kurz telefonieren. Wir klären, welche Motive deine eigenen Leute übernehmen können, wo Modelle nötig sind und welche Nutzungsrechte du dafür benötigst. Schick uns vorab gern Anlass, Standort, Wunschtermin und die geplante Verwendung.