Use Case Pöppelmann

Industriefotografie für Pöppelmann in Lohne

LEISTUNGEN
Industriefotografie
Werbefotografie
Mitarbeiterportraits
Videoproduktion
BRANCHE
Kunststoffindustrie

Manche Kunden erreichen wir nur mit einer langen Autofahrt. Zu Pöppelmann sind es ein paar Minuten. Umso schöner, dass es endlich so weit war.

Pöppelmann ist ein Familienunternehmen aus Lohne. Angefangen hat es 1949 in einem Hühnerstall, heute arbeiten rund 2.500 Menschen für die Gruppe, verteilt auf vier Divisionen: KAPSTO, K-TECH, FAMAC und TEKU.

Für alle vier haben wir fotografiert. In der Produktion und im Reinraum, zwischen Jungpflanzen, am Frühstückstisch einer Familie und bei der Eröffnung der größten Halle der Firmengeschichte.

Gesellschafterfamilie und Geschäftsführung von Pöppelmann durchschneiden in Halle 43 ein blaues Band
Der Bandschnitt in Halle 43, das offizielle Eröffnungsbild

Auf einen Blick

Kunde und Ort: Die Pöppelmann-Gruppe in Lohne (Oldenburg), Kunststoffverarbeitung in Familienhand, mit den Divisionen KAPSTO, K-TECH, FAMAC und TEKU.

Anlass: Zur neuen Marke sollten neue Bilder entstehen, in einem Look für alle Divisionen. Dazu kamen Veranstaltungen, Porträts und die Eröffnung von Halle 43.

Leistungen: Industriefotografie, Produktfotos im Studio, Veranstaltungen, Porträts, Making-of- und Eventvideos.

Gedacht für: Kampagnen und Messen, die Website und die Karriereseiten, Pressemitteilungen, die Mitarbeiterzeitung und Social Media.

Mitarbeiter von TEKU hält draußen vor einem Feld einen grauen Pflanztopf in den Händen
Für TEKU draußen zwischen den Pflanzen

Erst der Test, dann die Kampagne

Mit der neuen Marke bekam Pöppelmann auch klare Regeln für Bilder: welche Perspektive, welches Licht, wie nah an den Menschen. Die Herausforderung dabei: vier Divisionen mit sehr unterschiedlichen Produkten, von der Schutzkappe bis zum Pflanztopf. Am Ende sollte trotzdem alles aussehen wie aus einer Familie.

Deshalb stand vor dem ersten großen Auftrag ein Test in unserem Studio. Aus jeder Division kamen ein, zwei Produkte auf den Tisch. Heraus kam ein Lichtaufbau, den wir dokumentiert haben, damit neue Produkte später genauso aussehen.

Die Freisteller liefern wir mit dem Schatten auf einer eigenen Ebene. So kann die Grafik die Hintergrundfarbe frei wählen, ohne dass der Schatten verloren geht.

Türkise Schutzkappe von KAPSTO mit Prägung, freigestellt vor weißem Hintergrund mit weichem Schatten
Produktfoto im Studio: eine Schutzkappe von KAPSTO

Raus zu den Pflanzen

Die ersten Kampagnenbilder entstanden draußen. TEKU stellt Töpfe und Kultursysteme für den Gartenbau her, also ging es dorthin, wo sie im Einsatz sind: in eine Gärtnerei, zwischen Rolltische voller Jungpflanzen und auf ein Feld in voller Blüte. Fotografiert hat hier vor allem Astrid, Licht und Stativ kamen mit aufs Feld.

Weil die Bilder auch auf Messen stehen sollten, haben wir sie gleich in größerer Auflösung ausgegeben. Und wo ein Tray nicht in der Farbe der Kampagne leuchtete, hat die Bildbearbeitung nachgeholfen.

Mitarbeiter von TEKU zeigt in einer Gärtnerei eine Jungpflanze mit Wurzelballen und einen Topf
TEKU in der Gärtnerei

Das Layout fotografiert mit

Zum Pöppelmann-Design gehört ein blaues, transparentes Halbrund, das über den Bildern liegt. Das sieht gut aus, hat aber eine Tücke: Liegt es später über einem Gesicht oder dem Produkt, passt das schönste Foto nicht mehr ins Layout.

Deshalb hatten wir beim Kampagnentag im Werk die Layouts direkt auf dem Tablet. Nach der Aufnahme lag das Layout über dem Bild, und alle am Set sahen sofort: passt, oder noch einen Schritt nach links.

Die Vorgabe aus dem Marketing war dabei klar: immer auch eine Perspektive, die mit dem Halbrund funktioniert, und Fotos auf Augenhöhe.

Zwei Mitarbeiter von KAPSTO halten farbige Schutzkappen, am Bildrand ein blauer Farbverlauf
KAPSTO im Pöppelmann-Look

Ein Tag, drei Divisionen

Der Kampagnentag im Werk war eng getaktet: drei Divisionen nacheinander, dazwischen ein Mittagessen. Jede Division bekam ihre eigenen Motive, alle zusammen einen Look.

Bei FAMAC ging es in den Reinraum. Dort entstehen Teile für Pharma, Medizin und Labor, entsprechend streng sind die Regeln. Für Timo und Astrid hieß das: Kittel an, Haube auf, und jeder Handgriff mit Bedacht, auch der hinter der Kamera.

Organisiert hatte den Tag das Marketing von Pöppelmann, bis hin zu den Sicherheitsschuhen für Produktion und Reinraum.

Zwei Personen in Kittel und Haube blicken durch eine Glasscheibe in den Reinraum von FAMAC
Im Reinraum von FAMAC
Zwei Mitarbeiter von KAPSTO betrachten in der Produktion gemeinsam Schutzkappen
KAPSTO: Schutzkappen im Gespräch
Mitarbeiter und Mitarbeiterin von K-TECH besprechen in der Fertigungshalle ein Bauteil
K-TECH: Abstimmung in der Fertigung
Fahrerloses Transportsystem im hellen Reinraum von FAMAC, dahinter Fertigungszellen hinter gelben Pfosten
FAMAC: fahrerloses Transportsystem im Reinraum

Abends im Industriemuseum

Einen Tag später ging es gleich weiter, diesmal ins Industriemuseum Lohne. Pöppelmann hatte zur Podiumsdiskussion „Im Dialog über Kunststoff“ eingeladen, und der Saal war voll. Gefragt waren Atmosphäre, Gespräche und ein Gruppenbild.

Das Licht machte es uns nicht leicht: Abendstimmung im vollen Saal, und zwischendurch fiel sogar kurz das Licht aus. Die Galerie war trotzdem am selben Abend online, so konnte die Unternehmenskommunikation die Bilder direkt an die Teilnehmenden weitergeben.

Podiumsdiskussion „Im Dialog über Kunststoff“ im Industriemuseum Lohne vor vollem Saal
„Im Dialog über Kunststoff“ im Industriemuseum Lohne

Ein Tor in die Zukunft

Kurz darauf stand das Digital Lab auf dem Plan, die Werkstatt, in der Pöppelmann Cobots, 3D-Druck, künstliche Intelligenz und Mixed Reality ausprobiert. Das Hauptmotiv hatte schon einen Namen, bevor wir es fotografiert hatten: das „Tor zur Zukunft“, der Eingang zur Zukunftswerkstatt, bewusst ohne Menschen.

Dazu kamen die Stationen im Lab, jeweils mit den Mitarbeitenden, die dort arbeiten, von der VR-Brille bis zum Cobot. Gedacht sind die Bilder für die Website, das Leitsystem der Halle und die Angebote für Schulen.

Die Kamera hing dabei am Tablet. So konnte das Team jede Aufnahme sofort groß sehen und mitentscheiden.

Heller, gewölbter Eingang zur Zukunftswerkstatt im Digital Lab von Pöppelmann
Das „Tor zur Zukunft“ im Digital Lab

Pöppelmann am Frühstückstisch

Ein größeres Projekt kam aus dem Marketing: Bilder für die neue Unternehmenspräsentation. Die Idee dahinter: zeigen, wo Pöppelmann im Alltag steckt, ohne dass man es merkt. Im Becher auf dem Frühstückstisch, im Topf mit den Küchenkräutern, im Medizinschrank und im E-Auto, das vor der Kita lädt.

Dafür waren wir einen ganzen Tag im Landkreis Vechta unterwegs: auf Parkplätzen, vor dem Supermarkt und im Haus einer Mitarbeiterfamilie, die uns Küche, Bad und Frühstückstisch überlassen hat. Die Hauptrollen spielten Mitarbeitende und ihre Familien. Den Ort hatte Timo vorher besichtigt, damit am Shootingtag jede Szene sitzt.

Morgens zeigte das Handy minus vier Grad. Drinnen am Frühstückstisch war es zum Glück wärmer. Die Rückmeldung aus dem Marketing nach der Lieferung: Die Bilder seien so gut geworden, dass die Auswahl schwerfiel.

Making-of der Alltagsszenen
Familie am runden Frühstückstisch, auf dem Tisch Becher und Verpackungen
Frühstück mit Verpackungen von FAMAC
Großvater schneidet mit zwei Kindern in der Küche Kräuter, daneben Kräuter in Töpfen
Küchenkräuter im Topf von TEKU
Frau lädt vor dem Supermarkt ihren Einkauf in den Kofferraum
Der Einkauf landet im Kofferraum

Die größte Halle der Firmengeschichte

Dann kam die Eröffnung von Halle 43, der größten Halle und der größten Investition in der Geschichte von Pöppelmann. Rund 16.500 Quadratmeter mit Gründach, fahrerlosen Transportsystemen und Hochregallager, die neue Heimat von KAPSTO.

Beim Rundgang vorab war Timo dabei, und die Halle hat ihn beeindruckt. Wir haben dabei Probebilder der möglichen Orte gemacht, die dem Planungsteam als Entscheidungshilfe dienten. Daraus wurde ein Ablaufplan im Minutentakt: zuerst die Porträts der Geschäftsführung, damit alle schnell wieder frei sind, dann das offizielle Eröffnungsbild, Rundgang, Reden und Arbeitssituationen.

Am Eröffnungstag waren Astrid und unser Auszubildender Lenn im Einsatz. Das Bild vom Bandschnitt lag noch am selben Nachmittag für die Pressemitteilung bereit, am Abend folgte das Eventvideo für Social Media.

Das Eventvideo, fertig am Abend der Eröffnung
Gäste gehen beim Rundgang durch die neue Halle 43 von Pöppelmann
Rundgang durch die neue Halle
Redner mit Mikrofon auf einer Treppe, auf der Galerie darüber hören Mitarbeitende zu
Reden am Eröffnungstag
Gäste im Gespräch mit einem Mitglied der Geschäftsführung bei der Eröffnung von Halle 43
Gespräche zwischen den Programmpunkten

Kurze Wege

Nicht jedes Projekt benötigt einen ganzen Tag. Aus dem Material von Halle 43 hat die Unternehmenskommunikation noch ein Jahr später Porträts abgerufen, meistens lagen sie am selben Tag vor.

Für KAPSTO ging es an einen Lkw bei einem Nutzfahrzeughersteller im Emsland: Radmutterschutzkappen, echte Reifen, und eine Kollegin aus dem Marketing wurde kurzerhand zur Lkw-Fahrerin. Die Vorschau war am selben Nachmittag da.

Für FAMAC kamen Becher und Beutel zu uns ins Studio, benannt nach dem Leitfaden von Pöppelmann, damit sie ohne Umbenennen ins Bildarchiv passen. Und als die Geschäftsführung neu aufgestellt wurde, haben wir das Pressefoto gemacht, schon vorab und unter Verschwiegenheit.

Die drei Geschäftsführer von Pöppelmann nebeneinander
Die neue Geschäftsführung von Pöppelmann

So haben wir es gelöst

  • Ein Look für vier Divisionen. Für die Produktfotos ist der Lichtaufbau dokumentiert, so kommen neue Produkte im gleichen Look dazu. Für alle anderen Motive gilt dieselbe Bildsprache.
  • Das Layout ist beim Fotografieren schon da. Die Kampagnenlayouts liegen auf dem Tablet über den Bildern, damit das Gestaltungselement später nichts Wichtiges verdeckt.
  • Ein Bilderpool für alle. Die Galerie zeigt alle Bilder eines Tages, jede Division markiert ihre Favoriten selbst, weitere Motive lassen sich später nachbestellen.
  • Die Bilder liegen dort, wo das Team arbeitet. Neben der Onlinegalerie laden wir die finalen Bilder direkt ins Bildarchiv von Pöppelmann.
  • Kurze Wege. Besichtigungen, Studiotermine und spontane Anfragen ohne lange Anreise.
Making-of in der Gärtnerei
Making-of vom Kampagnentag im Werk
Making-of im Digital Lab

Wo die Bilder erschienen sind

Die Bilder stehen heute auf poeppelmann.com, auf den Seiten der Divisionen und im Unternehmensblog. Sie stecken im Reinraum-Folder von FAMAC, auf dem Titel eines Whitepapers von KAPSTO und, so hat es uns Pöppelmann erzählt, auch auf Messen.

Das Eröffnungsbild von Halle 43 und das Foto der neuen Geschäftsführung gingen mit den Pressemitteilungen hinaus, in die Fachpresse wie PlastXnow und die K-Zeitung und in die Lokalzeitung OM online.

Und weil manche Bauteile mehr zeigen müssen, als ein Foto kann, ist für K-TECH inzwischen auch eine Animation entstanden. Die bekommt bald ihren eigenen Use Case.

Roboterarm in einer Fertigungszelle im Reinraum von FAMAC
Im Reinraum von FAMAC, heute auf poeppelmann.com

„Die Fotos sind richtig toll geworden. Du hast sowohl das Symbolbild als auch viele weitere Situationen super eingefangen. Danke für eure super Arbeit.“

Bereichsleitung Marketing & Innovation, Pöppelmann

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