Von Timo Lutz, Fotografenmeister·Stand: Oktober 2026·Lesezeit 9 Minuten
Kurz gesagt
„Sollen wir uns dann auch alle ähnlich anziehen? Weißes Hemd, weiße Bluse? Oder wie ist das geplant?“
Diese Mail schrieb ein Mitarbeiter einen Tag vor seinem Portraittermin an die Kollegin, die alles organisiert hatte. Eine gute Frage, und selten die einzige: Was ist mit der Brille? Muss ich mich schminken? Und was, wenn ich auf Fotos immer komisch aussehe?
Hier stehen unsere Antworten, aus vielen Jahren mit Menschen vor der Kamera, im Büro genauso wie in der Werkstatt. In ein paar Minuten weißt du, was du anziehst, was du mitbringst und was dich erwartet.

Ein Portrait für den Geschäftsbericht entsteht anders als ein Mitarbeiterfoto für die Teamseite. Frage am besten kurz nach, was bei dir geplant ist. Dann weißt du, worauf es ankommt.
Diese Portraits geben dem Unternehmen ein Gesicht: im Geschäftsbericht, in der Pressemitteilung, auf der Website und bei LinkedIn. Sie werden oft jahrelang genutzt, deshalb lohnt sich ein ruhiger Termin ohne Hetze. Spätestens wenn sich Rolle, Frisur, Brille oder Bart sichtbar verändert haben, ist ein neues Portrait fällig.
Typisch sind ein Einzelportrait und, wenn gewünscht, ein Gruppenfoto der Geschäftsleitung. Gut dazu passt ein Bild in Aktion, etwa im Gespräch mit dem Team oder in der eigenen Halle.


Links ein formelles Einzelportrait, rechts ein Bild in Aktion an der Maschine.
Für die Teamseite, die Ansprechpersonen auf der Website oder die E-Mail-Signatur stehen alle vor demselben Hintergrund, im selben Licht und im selben Ausschnitt. So wirkt das Team wie aus einem Guss.
Wir bauen Kamera und Licht in einem Raum oder direkt in der Halle auf. Danach kommt eine Person nach der anderen, je Portrait etwa vier bis sieben Minuten, die Auswahl am Tablet inklusive.
Den Hintergrund fotografieren wir auf Wunsch auch leer und notieren uns das Licht. So bekommen auch Kolleginnen und Kollegen, die später dazukommen, ein passendes Bild.

Für Stellenanzeigen, die Karriereseite und Social Media zeigen Bilder am Arbeitsplatz, was ihr wirklich macht. Dafür kommen wir zu dir an die Maschine, in die Werkstatt oder ins Büro.
Oft entstehen zwei Bilder: eines, auf dem du konzentriert arbeitest, und eines mit Blick in die Kamera. Du arbeitest wie gewohnt, wir suchen den passenden Moment und geben dir kurze Hinweise.
Lege dein typisches Werkzeug bereit, und räume weg, was nicht ins Bild soll. Rechne an deinem Platz mit etwas mehr Zeit, weil wir dort eigenes Licht aufbauen.

Links das Making-of am Arbeitsplatz, rechts das fertige Bild mit Blick in die Kamera: Mitarbeiterfotos für Oldenburger Interior in Dinklage.
Am besten wählst du, was du auch im Arbeitsalltag trägst und worin du dich wohlfühlst. So wirken die Bilder natürlich, und du gehst entspannt in den Termin.



Drei Menschen, drei Outfits, ein Hintergrund: Mitarbeiterportraits für LKR Recyclate in Vechta.
Alle gleich oder jede und jeder anders? Das entscheidet ihr im Unternehmen: Für eine ruhige Teamseite passt ein gemeinsamer Stil, für Stellenanzeigen wirkt es oft sympathischer, wenn alle so kommen, wie sie sind. Gibt es schon Portraits, orientiere deine Kleidung an ihnen.
Unsicher? Bringe ein zweites Oberteil mit. Dann schauen wir vor Ort gemeinsam, was besser wirkt.
Für Sakko und Blazer empfehlen wir ein klares Dunkelblau: Es wirkt seriös und trotzdem nahbar, und auf dem Foto bleiben Farbe und Stoff gut sichtbar. Anthrazit ist etwas strenger, Schwarz oft zu hart. Ein sehr dunkles Mitternachtsblau sieht auf Fotos fast schwarz aus.
Unter dem Sakko passt Weiß gut. Ohne Sakko wirkt ein weißes Oberteil in Aktion und im Arbeitsumfeld oft frisch, gerade in der Produktion.
Vor einem einfarbigen hellen Hintergrund verschwimmt es dagegen leicht, beim Termin wie später im Layout. Dort heben sich Hellblau oder eine kräftigere Farbe besser ab.
Ein Blazer in Petrol oder Bordeaux setzt einen bewussten Akzent und zieht im Gruppenbild den Blick auf sich. Am Ende zählt aber die Passform mehr als die Farbe.
Sakko und Blazer
Dunkelblauunsere Empfehlung
Anthrazitetwas strenger
Schwarzoft zu hart
Petrol, Bordeauxbewusster Akzent
Hemd und Bluse
Weißunter dem Sakko und in Aktion
Hellblauvor hellem Hintergrund
Echte Portraits aus unseren Shootings, vom klassischen Sakko bis zum Pullover.








In Werkstatt und Produktion gehört die Arbeitskleidung ins Bild. Sie zeigt, was ihr macht.

Die Brille bleibt auf, wenn du sie im Alltag trägst. So kennen dich deine Kundschaft und dein Team. Putze sie kurz vorher, Spiegelungen prüfen wir am Tablet und passen Licht und Winkel an.
Blaulichtfilter schimmern im Blitzlicht manchmal violett. Hast du eine zweite Brille ohne Filter, bringe sie gern mit, sonst bekommen wir das beim Fotografieren oder in der Retusche hin. Selbsttönende Gläser benötigen drinnen ein paar Minuten, bis sie wieder klar sind.

Haare und Bart. Plane den Friseurtermin etwa eine Woche vorher ein, für eine neue Haarfarbe lieber ein bis zwei Wochen. Dann sitzt alles und sieht nach dir aus. Den Bart trägst du wie immer, bei empfindlicher Haut rasierst du dich am besten am Vorabend.
Make-up so, wie du es im Alltag trägst, oder gar keins. Gegen Glanz auf Stirn und Nase hilft etwas Puder oder ein mattierendes Papiertuch, auch bei Männern.
Solche Tücher haben wir oft dabei und bieten sie an, wenn sie mehr bringen als die Retusche danach. Eine Visagistin können wir nach Absprache einplanen, etwa für Vorstandsportraits.
Wir kümmern uns
Vor der Kamera achten wir darauf, dass Kragen und Haare sitzen, und sagen dir Bescheid, wenn uns etwas auffällt. Und wenn dir selbst etwas wichtig ist, sage es uns einfach.
Kleine Makel, Knitter, Fussel und Spiegelungen in der Brille bearbeiten wir danach. Dabei bleibt alles natürlich, du erkennst dich auf dem Foto wieder.
Wir führen dich durch und sagen dir, wie du stehst und wohin du schaust. Nach ein paar Aufnahmen schauen wir die Bilder gemeinsam am Tablet an, und fotografiert wird so lange, bis du mit deinem Bild zufrieden bist.
Und wenn du nicht gern fotografiert wirst? Dass man sich auf Fotos oft fremd vorkommt, hat auch einen einfachen Grund. Aus dem Spiegel kennst du dein Gesicht seitenverkehrt, alle anderen kennen dich so, wie dich die Kamera sieht.
Deshalb hilft der Blick von außen: Wir sagen dir ehrlich, welches Bild wir nehmen würden, und du entscheidest mit.
„Ich habe den Kollegen im Lager mitgeteilt, dass sie total fotogen sind.“
Die Personalleitung eines Bauzulieferers, nachdem die Bilder da waren
Viel benötigt ihr für Mitarbeiterfotos nicht: eine Ansprechperson, einen ruhigen Raum mit freier Wand und eine Reihenfolge. Diese Punkte machen den Tag für alle leichter.
Vorlagen zum Kopieren und Anpassen
Neue Mitarbeiterfotos mit dem Team von Timo Lutz, für [Website, Stellenanzeigen]
Wo: [Ort] · Wann: dein Zeitfenster steht auf der Liste [Ort der Liste] · Dauer: wenige Minuten je Person
So bist du gut vorbereitet:
Du siehst deine Bilder direkt am Tablet und suchst deinen Favoriten mit aus.
Wer an dem Tag nicht kann oder einen besonderen Wunsch hat, sagt bitte [Name] Bescheid.
Alle Tipps
Wir sind ein Meisterbetrieb mit zwei Fotografenmeistern, über 15 Jahren Berufserfahrung und über 1.000 Unternehmenskunden.